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NRZ 04.12.2000, LOKALAUSGABE Essen

PDS fordert Ratsverzicht von Giesecke

Rücktritt abgelehnt

Nach dem Kreisvorstand hat am Samstag auch die Mitgliederversammlung der PDS Ratsfrau Gabriele Giesecke mit deutlicher Mehrheit aufgefordert, ihr Mandat zur Verfügung zu stellen. Doch die Reaktion auf dieses Ansinnen bleibt die gleiche: Gabriele Giesecke sieht "weiterhin keinen Grund zum Rücktritt und spricht davon, dass da "alte Rechnungen beglichen" werden sollen.

Die WAZ (4.12.2000) zum gleichen Thema:

PDS gegen Ratsfrau

G.Giesecke soll zurücktreten

Die Mitgliederversammlung der PDS hat mit 60 Prozent Mehrheit Ratsfrau Gabriele Giesecke das Misstrauen ausgesprochen und ihren Rücktritt gefordert. Damit ist sie dem Begehren des Vorstands gefolgt. Die Ratsfrau habe mit Diskussionsbeiträgen alle Chancen zu einer Verständigung in den Wind geschlagen.

Schwerpunkt der politischen Arbeit im kommenden Jahr soll vor allem die Sparpolitik der CDU sein.

Die Rücktrittsforderung, dies zur Erinnerung, fußt auf einer öffentlichen Stellungnahme, die Giesecke vor einigen Wochen zur verbalen Entgleisung eines Mitglieds der PDS-Hochschulgruppe abgegeben hatte. Und zwar, so der Vorwurf, ohne mit den Beteiligten zu sprechen oder den Vorstand einzuschalten.

"Das reduziert sich auf Formalitäten", wiegelt Giesecke ab, für die nun womöglich ein Parteiausschluss angestrebt wird. Der jedoch hat nach Informationen aus der Landespartei kaum Erfolgschancen.

PDS-Sprecher Ralf Fischer machte deutlich, dass es auch anderweitig Kritik am Verhältnis der Ratsgruppe zur Partei gibt. An persönlichen Interessen orientierte Arbeit lautet so etwa ein Vorwurf - man ist, so viel scheint klar, einander nicht übermäßig zugetan.

"Kann sein, dass ich durch meine Art dem einen oder anderen auf die Füße getreten habe", räumt denn auch Giesecke ein.

In der politischen Arbeit will die PDS 2001 vor allem die Sparpolitik der Stadt aufs Korn nehmen und mit einer Kampagne den Erhalt der Stadtteilbibliotheken fordern. Geplant ist zudem die Gründung einer "AG linke Kommunalpolitik".

woki
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Letzte Änderung: 17.05.2001 - nn
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