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NRZ 9.07.2001
Gegen den Strich an der PferdebahnPDS und Grünen lehnen den Vorschlag der Verwaltung ab. Heute gibtīs ein Gespräch bei OB Reiniger.
Auf Ablehnung bei Grünen und PDS wird bei der heutigen Gesprächsrunde mit dem Oberbürgermeister der Vorschlag der Stadtverwaltung treffen, den Straßenstrich von der Münchener Straße an die Pferdebahn zu verlagern (die NRZ berichtete). Der Grüne Ratsherr Hans-Peter Leymann-Kurtz kritisiert: "Nach einem Jahr Stillstand soll jetzt auf eine Uralt-Variante zurückgegriffen werden, die sich als untauglich erwiesen hat. Es drängt sich bei diesem Vorschlag der Verdacht auf, dass er ohne Beteiligung von Sozial- und Gesundheitsverwaltung unter rein ordnungspolitischen Vorgaben ausgewählt worden ist." Die Pferdebahn sei - weitab von allen Hilfsangeboten und der nötigen Infrastruktur - für die drogenabhängigen Frauen nicht annehmbar und werde sich daher auch nicht dauerhaft durchsetzen. Sollte die CDU tatsächlich diesen Weg des geringsten Widerstandes wählen, wäre dies nach Überzeugung der Grünen ein Beleg dafür, dass sie an einer offenen Debatte mit dem Ziel eines von allen getragenen Lösungsvorschlags nicht mehr interessiert sei. Standort ist "völlig ungeeignet" Auch die PDS-Gruppe im Rat hält die Pferdebahn für "völlig ungeeignet". Eine bewusste Konzentration des gesamten Straßenstrichs auf einen Standort funktioniere nicht. Die Konkurrenz zwischen professionellen und drogenkranken Huren führte bereits in der Vergangenheit zu Streit, der mit der Verteibung der süchtigen Prostituierten endete, heißt es in einer Mitteilung der PDS. Die "schon lange überfällige Entscheidung über einen tragbaren Standort" dürfe nicht allein von ordnungsbehördlichen Gesichtspunkten abhängig gemacht werden. "Für uns steht die soziale und gesundheitliche Seite des Problems im Vordergrund", sagte Ratsfrau Gabriele Giesecke. Nach Ansicht der PDS-Gruppe sei der untere Teil der Hachestraße nach wie vor ein möglicher Standort. Diese Alternative, so heißt es, sei von der Verwaltung anscheinend erst gar nicht mehr ernsthaft geprüft worden. (j.m.) | ||
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WAZ 10.07.2001: Stadtpolitik aktuell ... Straßenstrich II. Auch die PDS-Gruppe im Rat hält die Verlagerung des Drogenstrichs an die Pferdebahn für völlig ungeeignet. Der Standort sei viel zu weit von Hilfsangeboten entfernt. Die Erfahrung zeige, dass eine bewusste Konzentration des Straßenstrichs an einem Ort nicht funktioniere. | ||
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NRZ 18.06.2001: Sex-Meile soll umziehen Huren und Freier sollen aus dem Schederhofviertel verschwinden. Die Stadtverwaltung prüft zwei alternative Standorte. Dies ist das Ergebnis eines Runden Tisches beim OB. Für Essens Straßenstrich bahnt sich ein Umzug an: Huren und Freier sollen aus dem Schederhofviertel verschwinden. Alternative Standorte prüft jetzt die Stadtverwaltung. Im Gespräch sind nach NRZ-Informationen zumindest die Hache- und die Pferdebahnstraße. Der Vorschlag von IHK-Chef Nienaber, die Sex-Meile an die B 224 im Norden zu verlegen, spielt bei den Überlegungen gar keine Rolle mehr. Dies sind die ersten Ergebnisse des Runden Tisches, zu dem Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger gestern Vertreter der Ratsfraktionen und -gruppen eingeladen hatte. Die Gesprächsteilnehmer vereinbarten Stillschweigen über ihr Treffen, um zu verhindern, dass "manch gute Idee vor ihrer möglichen Umsetzung kaputt gemacht werden könnte", hieß es aus dem OB-Büro. Offiziell gabīs dann nur soviel: Übereinstimmung herrschte zwischen CDU, SPD und Grünen, dass die Münchener Straße für den Strich nicht geeignet sei. Wie die NRZ berichtete, hatten dort massive Proteste von Anwohnern und die Drohung von Unternehmen, Investitionen zu stoppen, die seit einem Jahr zögerliche CDU-Fraktion zum Handeln gezwungen. Erst auf Druck der Wirtschaft verließen Teile der Christdemokraten die Warteschleife und landeten bei der Erkenntnis, die die Grünen dem Rat bereits vor Monaten präsentiert hatten und die auch gestern (fast) Konsens war: Der neue Standort muss in der Nähe von Bahnhof und Hilfseinrichtungen liegen, die Belästigung von Anrainern gering sein. JÖRG MAIBAUM
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