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Pluralistische Sachdiskussion vor Dresden: Die Frage(n) nach dem Eigentum sind Grundfragen des sozialistischen Selbstverständnisses - und wurden bislang in der Programmdiskussion entsprechend kontrovers diskutiert. All zu oft erschöpft sich die die Programmdiskussion bislang in einem unfruchtbaren Gegeneinander von Schlagwörtern. Auf unserem Workshop wollen wir versuchen, mit den strittigen und umstrittenen Problemen und Positionen anders umzugehen. Wir schlagen vor, diese kontroversen Positionen entlang verbindender Leitfragen in Arbeitsgruppen mit Bezug auf konkrete Politikfelder zu diskutieren. Abschliessend sollen die VertreterInnen unterschiedlicher Positionen und Programmentwürfe auf dem Podium konkret zu den Arbeitsgruppen erarbeiteten Fragen und Thesen befragt werden. Zeitplan: 13 Uhr: Konzeption des Workshops, Leitfragen und Vorstellung der Arbeitsgruppen13.30 Uhr - 16.30: Arbeitsgruppen 17- 19 Uhr: Abschlusspodium mit
(Mitautor des am 28.4. von Gabi Zimmer vorgestellten Programmentwurfs)
(Mitglied der Programmkommission)
(Mitglied der Programmkommission und Mitautor des 'Entwurfes II') Leitfragen Anhand folgender Leitfragen soll in den Arbeitsgruppen anhand der aktuellen Entwicklungen in der aktuellen kapitalistischen Gesellschaft diskutiert werden: 1.) Reale Vergesellschaftung und Pluralität von Eigentumsformen: - Welche Strategien zur Überwindung der Profitdominanz brauchen wir im Spannungsfeld zwischen Kontrolle der Verfügung über das Eigentum und Verstaatlichung ? 2.) Was heisst Pluralität von Eigentumsformen praktisch und wie halten wir es mit dem Gewinninteresse ? Arbeitsgruppen: AG 1: Shareholder Value für alle ? Börsenfieber, Rentenfonds und Globalisierung - welche Veränderungen der Verfasstheit und Verfügung über kapitalistisches Eigentum stecken hinter diesen Schlagworten, welche Antworten braucht sozialistische Politik auf veränderte Unternehmensstrategien und Beschäftigungsverhältnisse? AG 2: Eigentumsfragen in der 'Wissens-gesellschaft' Sind Zugang und Aneignung von Wissen, Bildung und Information neue Grundfragen der gesellschaftlichen Entwicklung ? Was bedeutet die Patentierung von Lebewesen und ihren Genen für die 'Eigentumsfrage' ? Bietet das Modell des offen zugänglichen Betriebssystems Linux neue Perspektiven ? AG 3: Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge Konkret stellt vor allem in den Kommunen der real existierende Kapitalismus die Eigentumsfrage: Öffentliches Eigentum an Stadtwerken, Wohnungen, Nahverkehrs-unternehmen soll privatisiert werden. Wie können wir das bestehende Gemeineigentum verteidigen, welche Rolle spielen EU und WTO in den Auseinandersetzungen darum ? AG 4: Konzernkontrolle konkret Wie funktionieren Entscheidungsprozesse in transnationalen Konzernen, wie können erweiterte Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten und die Öffnung betrieblicher Entscheidungsprozesse und Strukturen für demokratisch legitimierte gesellschaftliche Interessen aussehen, und wie können sie durchgesetzt werden ? Für die Arbeitsgruppen werden Materialien und Impulsreferate erstellt sowie externe Sachverständige von ATTAC, ver.di, und der Koordination gegen Bayer-Gefahren eingeladen; die Arbeitsergebnisse sollen von BerichterstatterInnen in Form von Thesen und Fragen den Podiumsteilnehmerinnen zur Antwort vorgestellt werden. |