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4. Februar 2000
Pressemitteilung: Revanchistische Hetze: NPD erklärt Täter zu Opfern |
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Revanchistische Hetze: NPD erklärt Täter zu Opfern
PDS Essen wird Anzeige wegen Volksverhetzung stellen
Als eine Ungeheuerlichkeit weist die PDS Essen die Hetze der NPD gegen die Forderung nach Entschädigung von Zwangsarbeitern zurück. Die PDS hat das "Pamphlet" der NPD einem Anwalt übergeben und will Anzeige wegen Volksverhetzung erstatten. Gabriele Giesecke, Sprecherin der PDS Essen:"Die Verbrechen der Nationalsozialisten werden geleugnet, Täter zu Opfern erklärt."
In einem Brief an alle Ratsparteien bezeichnet die NPD die Flucht und Umsiedlung von Deutschen im und nach dem 2. Weltkrieg als "größten organisierten Völkermord in der Geschichte der Menschheit". Gleichzeitig tritt die rechtsradikale Partei – die sich ebenso wie die im Rat vertretenen Republikaner in der Tradition der Nationalsozialisten sieht – für die Forderung nach "Rückgabe der geraubten Ostgebiete" ein. Der Jargon der NPD verharmlost den systematischen Völkermord der Nationalsozialisten und leistet der Verbreitung der sogenannten Ausschwitz-Lüge Vorschub.
"Hier werden Täter zu Opfern erklärt, um die Entschädigung von den tatsächlichen Opfern, z.B. den Millionen Zwangsarbeitern des Hitler-Faschismus, zu verhindern", erklärt Gabriele Giesecke. Die Forderung nach Rückgabe der "deutschen Ostgebiete" gefährdet den Nachkriegsfrieden und die seit 1989 im 2+4-Vertrag endlich anerkannten Grenzen. Sie ist eine Kampfansage an unsere östlichen Nachbarstaaten wie z.B. Polen und Tschechien.
Die NPD will jetzt Druck machen auf die Ratsparteien, um die Entschädigung von Zwangsarbeitern weiter zu verhindern. Um so wichtiger, daß jetzt klare Worte von allen demokratischen Parteien kommen und daß der Rat in der Februarsitzung wirkliche Schritte zur Entschädigung der Zwangsarbeiter beschließt.
Mit solidarischen Grüßen
Gabriele Giesecke
(Sprecherin des Kreisverbandes)